Gruppenbild der Carthago Talents vor der Surf Arena

Talent Lab: Inspiration Days rund um Fokus, persönliche Leistungsfähigkeit und neue Perspektiven

Mit den Inspiration Days ist die zweite Runde unseres internen Entwicklungsprogramms Talent Lab gestartet – und das gleich mit einem besonderen Erlebnis.

Für zwei Tage tauschten die Teilnehmenden ihren gewohnten Arbeitsplatz gegen unsere Reisemobile und Vans und machten sich gemeinsam auf den Weg nach München in die O2 Surftown. Im Mittelpunkt stand das Thema persönliche Leistungsfähigkeit und die Frage, wie wir auch in anspruchsvollen Situationen fokussiert bleiben, bewusst handeln und unsere Energie gezielt einsetzen können.
Nach einem theoretischen Einstieg lernten die Talente verschiedene Methoden und Techniken kennen, die dabei unterstützen, auch unter Druck einen klaren Kopf zu bewahren, Prioritäten bewusst zu setzen und langfristig leistungsfähig zu bleiben. Doch Lernen entsteht nicht nur durch Zuhören – sondern vor allem durch Erleben.
Deshalb wurde das Gelernte direkt in die Praxis übertragen: beim Surfen auf der stehenden Welle. Eine Erfahrung, die viele der zuvor besprochenen Inhalte greifbar machte. Konzentration, innere Ruhe, Anpassungsfähigkeit und der Umgang mit neuen Herausforderungen sind auf dem Surfbrett ebenso gefragt wie im beruflichen Alltag. Wer auf der Welle steht, merkt schnell: Entscheidend ist der Moment. Nur wer fokussiert bleibt, findet die richtige Balance.
Neben den fachlichen Impulsen stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Gemeinsame Erlebnisse, neue Perspektiven und inspirierende Gespräche stärken die Vernetzung innerhalb der Gruppe und machen das Talent Lab zu einem Entwicklungsprogramm, das Menschen zusammenbringt und persönliche Entwicklung fördert.
Mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Erfahrungen und frischer Inspiration blicken wir auf zwei besondere Tage zurück und freuen uns auf die nächsten Etappen im Talent Lab.

Logo mit der Aufschrift: Karriere bei Carthago. Gemeinsam Freiheit bauen.

EHRENAMT ALS ZWEITES ZUHAUSE.

Carthago Mitarbeiter Michael Gapp, gekleidet in einem Handball Trainingsanzug.
Michael Gapp fand seinen Zugang zum Handball bereits in der 5. Klasse.

PORTRAIT MICHAEL GAPP.

Herr Gapp, wie sind Sie zum Handballsport und zur Rolle des Trainers gekommen?

In der 5. Klasse war ich in der Handball-AG. Über ein Freundschaftsspiel kam ich zur Handballabteilung der TG Bad Waldsee – das ist ca. 30 Jahre her. Seitdem bin ich aktiver Spieler und seit neun Jahren Abteilungsleiter. Zusammen mit dem Vorstand trage ich Verantwortung für ca. 100 Spieler, Trainer und Schiedsrichter. Vor fünf Jahren kam mein Sohn in das Alter für den Handballsport. Da es damals kein passendes Team gab, habe ich die E-Jugend gegründet und als Trainer begonnen.

Was ist der Unterschied vom Spieler zum Trainerdasein? Wie würden Sie sich selbst als Trainer beschreiben und was ist Ihre Trainerphilosophie?

Als Spieler kommt man entspannt zum Training und ist gespannt, was passiert. Als Trainer macht man sich viele Gedanken, was man seinen Schützlingen beibringen möchte. Der Aufwand in der Freizeit ist durch Vorbereitungen, Spieltage und Elternkontakt größer. Als Torhüter stehe ich unter Strom, bin laut und emotional. Als Trainer bin ich das Gegenstück und bleibe ruhig, um Vorbild zu sein und die Nervosität zu nehmen. Es ist wichtig, den Teamgedanken näherzubringen, denn nur über Mannschaftsleistung kann Handball funktionieren. Ich versuche, immer nach dem Motto: „Spielerlebnis geht vor Spielergebnis“ zu agieren, um alle Kids einzubinden.

Welches Erlebnis als Trainer von Kindern hat Sie am meisten geprägt?

In der Corona-Pandemie sind es die Rückmeldungen von Eltern. Vielen wird bewusst, was die Gemeinschaft und der Sport für die Kids bedeuten und welche Struktur ein Trainings- und Spielbetrieb in den Alltag bringt aber auch was wir Ehrenamtliche leisten.

Was ist das Besondere an der Arbeit mit kleinen Kindern?

Bei Kindern steht die handballerische Ausbildung nicht im Vordergrund, sondern Spaß an Bewegung und die Integration in die Gemeinschaft. Es ist wichtig, zuhören zu können, da die Kids auch nach einem langen Schultag viel zu erzählen haben. Man ist Helfer in der Not bei schwer zu öffnenden Trinkflaschen, Löser von fiesen Knoten in den Schnürsenkeln und ab und an auch Streitschlichter.